Kirchenmusik

Mein Name ist Simon Graeber, ich bin 30 Jahre jung, verheiratet mit meiner Frau Karline Cirule (30) und bin seit Oktober 2021 ihr neuer Kirchenmusiker in Frankfurt-Sachsenhausen in der Maria-Magdalena-Gemeinde und im Dekanat Süd-Ost sein. Momentan absolviere ich noch mein Praktikumsjahr in Maulbronn, bei dem ich die Gemeinde kirchenmusikalisch unterstützen durfte und darf, um mich so auf den Beruf eines Kantors vorzubereiten.

Ich kam zur Kirchenmusik und zur Orgel, wie die meisten in diesem Beruf: über das Klavier und den ersten Kontakt mit der Orgel im Gottesdienst und Konfirmandenunterricht.

In der Gemeinde in Kaiserslautern, in der ich aufwuchs, wurde ich aufs Orgelspiel aufmerksam und konnte so mit 14 Jahren die C-Ausbildung in der evangelischen Landeskirche der Pfalz beginnen. Auch eine Jugendband wurde in der Gemeinde gegründet und bald traten wir bei vielen Gottesdiensten im Raum Kaiserslautern auf.

Meine gesamte Schulzeit war ich Mitglied der Schul-Bigband und eines eigens gegründeten Jazz-Quartetts, mit dem ich im Raum Kaiserslautern regelmäßig konzertierte.

Schon immer war und bin ich ein Ensemblemusiker gewesen und konnte meine Leidenschaft nicht nur für, sondern auch mit Menschen zu musizieren, immer weiter befeuern und ausbauen. Auch Kirchenmusik soll und wird in Sachsenhausen ein „teamwork“ sein und kein Werk eines einzelnen „Platzhirschen“. Ich freue mich im Hinblick auf meine Tätigkeit in Sachen Ensemble, viele neue und vielfältige Musiker mit einem Herz, das für die Musik schlägt, kennenzulernen und in die kirchenmusikalische Arbeit zu integrieren.

Während meines Studiums (zunächst Schulmusik, später Kirchenmusik) an der Musikhochschule des Saarlandes war ich an mehreren Musikschulen als Klavierlehrer tätig und durfte nach meinem Studium auch als Dozent an der Hochschule, Sängerinnen und Sänger korrepetieren. Das Weitergeben meiner musikalischen Arbeit und junge Menschen für die Musik aller Jahrhunderte und Stile zu begeistern war und ist mir nach wie vor eine Herzensangelegenheit. Die Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen wird mir deshalb ein besonderes Anliegen und ein zentraler Punkt in meinem Kantorat sein.

 

Eine wichtige Erkenntnis, die ich in meinem bisherigen Musikerdasein machen durfte ist, dass Musik in Konzert oder Gottesdienst, bzw. generell Musik, die vom Musiker ausgeht und für Hörer*innen gemacht wird, immer eine Art von Kommunikation ist. Dadurch ergeben sich für mich immer wieder spannende Fragen in der Konzeption von Musik für die Kirche und ich versuche adäquate Musik und den richtigen Stil für einen Gottesdienst oder Konzert zu finden, sei es Popularmusik in Band- oder Gospel-Formation oder eine Orgelimprovisation oder die klassische Kantate.

Letztendlich reizt mich das Crossover: „Alte“ neben „neue“ Musik zu stellen und in beiden „Seiten“ die jeweils andere zu entdecken. Dazu ein Zitat des Dirigenten Nikolaus Harnoncourt: „Wir sind wie Kinder, die dasselbe Märchen immer wieder hören wollen, weil wir uns an bestimmte Schönheiten erinnern, die wir beim ersten Anhören erlebt haben. Wenn es uns nicht gelingt, uns wieder für das zu interessieren, was wir noch nicht kennen – sei es alt oder neu -, (…) dann hat das ganze Musizieren keinen Sinn.“

In diesem Sinne freue ich mich auf die gemeinsame kirchenmusikalische Arbeit in Maria-Magdalena und hoffe, dass Sie und ich selbst immer wieder „neue“ Ohren bekomme, mit denen ich mich offen und frei in die Kirchenmusik der Gemeinde einhören und einfügen darf, ganz nach einem Vers aus Sprüche 20,12:

„Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.“

Es grüßt Sie ihr neuer Dekanatskantor

 

Simon Graeber

 

Simon Graeber ist unter der Email-Adresse sowie telefonisch unter +49 69 68098974 erreichbar.